Ostseeküste 2008

Greifswald

Die Stadt liegt in Mecklenburg-Vorpommern am Greifswalder Bodden auf halber Strecke zu den Inseln Usedom und Rügen

GreifswaldEs begann in Eldena, einem kleinen Flecken an der Mündung des Ryck, mit der Gründung eines Zisterzienserklosters im Jahre 1199, von dem heute nur noch die Ruinen zu sehen sind.

Die Stadt selber entstand ein Stück landeinwärts gegenüber alten Salzquellen. Das offizielle Stadtrecht bekam Greifswald im Jahre 1250 vom Herzog Wartislaw III. verliehen. 1278 tritt die Stadt der Hanse bei.
Die "alte" Stadt Greifswald ist teilweise mit einem Wall und dazugehörigen Wassergräben umgeben. Um 1400 entstanden viele der heute noch vorhandenen und teilweise sanierten Giebelhäuser, so das Gebäude Am Markt 11.

Der Markt selber wird von zwei wichtigen Sehenswürdigkeiten flankiert: Im Osten ragt St. Marien, auch liebevoll "Dicke Marie" genannt, auf. Sie ist eine der schönsten Backsteinhallen und wurde um 1300 erbaut. Im Westen ist die Nikolaikirche, auch Dom St. Nikolai genannt, zu sehen. Sie ist die wahre Sehenswürdigkeit der Stadt und wurde um 1400 erbaut. Am Rande der Stadt, in der Nähe des Walls, liegt die Jakobikirche, die im 13. Jahrhundert erbaut wurde.Greifswald

In der Zeit des 30jährigen Krieges wurde Greifswald stark zerstört. Durch den Westfälischen Frieden 1648 fiel Vorpommern und damit auch Greifswald an Schweden. Dies bedeutete einen Aufschwung aller vorpommerischen Städte. Im Jahre 1815 wurde Vorpommern an Preußen übergeben.

Die seit 1991 erfolgten Sanierungen des historischen Stadtkerns im Rahmen der Städtebauförderung haben mittlerweile die noch erhaltenen Teile der Altstadt wieder sehenswert gemacht. Insbesondere der Marktplatz mit seinem freistehenden Rathaus gilt als einer der schönsten in Norddeutschland.

Große Bedeutung hat aber nach wie vor die Universität der Stadt, die bereits 1456 eröffnet wurde und damit einer der ältesten Universitäten der Welt ist.


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