Ostseeküste 2008

Kiel

Kiel ist die Landeshauptstadt von Scheswig-Holstein. Der Stadtgründer, der schauenburgische Graf Adolf IV., erkannte die günstige Lage am Wasser auf den ersten Blick. Er ließ um 1233 auf der Halbinsel eines Fördearmes – dem heutigen “Kleinen Kiel” – seine “Holstenstadt tom Kyle” anlegen. 1242 erhielt sie die Stadtrechte. Der sturmsichere, natürliche Tiefwasserhafen sollte zum Stützpunkt im Ostseehandel werden.

Mit mehr als 173000 Kreuzfahrtpassagieren im Jahr ist Kiel auch beliebtester deutscher Kreuzfahrthafen. Schiffe mit über 300 Meter Länge können im Seehafen Kiel festmachen.

KielMitte des 19. Jhs. änderte sich das bis dahin eher beschauliche Leben Kiels rasant. 1865 wurde Kiel zur preußische Marinestation und 1871 dann zum Reichskriegshafen erklärt. Der Marine folgten schnell die Werften, den Werften folgten die Arbeiter. Binnen weniger Jahrzehnte wuchs Kiel zur Großstadt. Bereits um 1900 hatte Kiel mehr als 100.000 Einwohner.

Die Stadt litt stark unter den Folgen des Ersten Weltkrieges, darunter der weitgehende Abbau der Marine. Im Zweiten Weltkrieg war Kiel Hauptangriffsziel der alliierten Bomber. Nach über 90 Bombenangriffen lag Kiel zu drei Vierteln in Schutt und Asche.

Unter britischer Besatzung wurde Kiel 1946 Hauptstadt des neuen, eigenständigen Landes Schleswig-Holstein. Die Bevölkerung, darunter sehr viele Flüchtlinge, baute ihre Stadt fast völlig neu auf; nach damals ganz modernen Maßstäben. 


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